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Kontaktlinsen

Kontaktlinsen aus dem Internet sind ein Risiko

Preiswerte Linsen können zu Gesundheitsschäden führen - vor allem an der Hornhaut. Der Grund ist häufig das schlechtere oder falsche Material.

Augenmediziner und Augenoptiker warnen dringend vor dem unkritischen Kauf von Kontaktlinsen über das Internet. Nur allzu oft wird geringere Preis für die Selbstversorgung mit gesundheitlichen Schäden am Auge bezahlt. Schäden an der Hornhaut können schlimmstenfalls sogar zu einer komplizierten Hornhauttransplantation führen.

Eine amerikanische Studie am Eye Hospital in Philadelphia zeigte, dass bei 376 Patienten mit Hornhautgeschwüren mit 43 Prozent "weiche und häufig gewechselte Linsen" die Hauptursache waren. Kontaktlinsenexperten raten deshalb dringend, von der Kontaktlinsenbeschaffung per Mail die Finger zu lassen. Insbesondere NoName-Linsen sind oft aus schlechterem Material und können Nebenwirkungen verursachen.

Der häufigste Grund für Komplikationen ist der Umstand, das anatomische Besonderheiten und die Wechselwirkungen mit Medikamenten bei der Beschaffung im Internet nicht besprochen werden und Nachkontrollen nicht stattfinden.

Eine Veröffentlichung der Ohio State University zeigt weitere Nebenwirkungen. 52 Prozent der untersuchten Linsenträger leiden unter behandlungsbedürftigen trockenen Augen, gegenüber 24 Prozent der Brillenträger. Das zeigt, dass nicht jede verordnete Linse ausreichend zeitnah nachkontrolliert wird. Ein Effekt, der leider mit der Beschaffung per Internet in allen Industrieländern einhergeht.

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