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Sehtests für Kinder
Fast jedes zehnte Kind in Deutschland leidet an einer Sehstörung.
Unbehandelt können diese zu einer Schwachsichtigkeit führen. Eine Schwachsichtigkeit (Amblyopie) kann sich deshalb unbemerkt entwickeln, weil man sie nicht direkt sieht. Auch Betroffene merken diese Erkrankung nicht, da das bessere Auge für zwei arbeitet. Dadurch wird die Sehschwäche überdeckt.
Zum Zeitpunkt der Geburt sind Augen und Sehnerv noch nicht vollständig entwickelt. Erst in den ersten 7 Lebensjahren findet dieser Reifeprozess des Sehens statt, oft mit sehr unterschiedlichen Ergebnissen und verschiedener Leistungsfähigkeit.
Schielen und andere Sehfehler
Schielen ist ein möglicher Hinweis auf eine Amblyopie, aber auch auf andere Krankheiten. Für Babys gilt es als normal, wenn sie in den ersten drei Monaten nicht immer parallel geradeaus blicken. Nach dem dritten Lebensmonat sollte sich das eingespielt haben. Schwachsichtigkeit kann sich aber auch durch unbehandelte Kurz-, Weit- oder Stabsichtigkeit ergeben.
Um mögliche Sehfehler auszuschließen, sollten Baby-Augen bereits im ersten Lebensjahr untersucht werden. Die nötigen Untersuchungen sind schnell erledigt. Die Augen werden mit pupillenerweiternden Augentropfen behandelt. Anschließend kann die Brechkraft gemessen werden. Ergeben sich in den Sehtests Abweichungen, kann sofort mit weiteren Untersuchungen der Grund festgestellt oder direkte Maßnahmen mit den Eltern besprochen werden.
Leider wird die Augenuntersuchung im ersten Lebensjahr nicht von den Krankenkassen übernommen, weil vorsorgliche Augen-Untersuchungen bei Kindern im Leistungskatalog der Krankenkassen noch nicht enthalten sind.
Heilung nur im Kindesalter
Umso älter ein betroffenes Kind ist, umso aufwendiger ist die Therapie. Bei kleinen Kindern kann man Fehlsichtgkeiten oft durch stundenweises Abkleben eines Auges beheben. Das gilt aber nur solange, wie der Sehapparat noch nicht nachhaltig verändert ist.
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